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Unser heutiger Gast ist Fußballer Biopelo Mashigo. Er kommt ursprünglich aus Südafrika und erzählt uns wie es für Ihn war für den Fußball in ein fremdes Land zu ziehen.
„Erzähl uns doch ein mal wie dein Weg war. Wie bist Du nach Deutschland gekommen?„
„Mein Weg nach Deutschland begann, als ich etwa 12 Jahre alt war. Damals habe ich in Südafrika, in Johannesburg, für ein Team namens Supersport United gespielt. Dort wurde ich schließlich für eine Regional Mannschaft gescoutet.
Durch diese Gelegenheit konnten wir an einem Fußballcamp in Deutschland teilnehmen. Mein damaliger Trainer war ebenfalls Deutscher und hatte Verbindungen zu einer deutschen Akademie. So kam es, dass ich zusammen mit etwa sieben anderen Südafrikanern nach Deutschland gereist bin, um an diesem Camp teilzunehmen.
Das Camp dauerte ungefähr eine Woche. Während dieser Zeit habe ich gut gespielt und konnte die Trainer und die Verantwortlichendort beeindrucken. Am Ende des Camps sprachen sie mit meinem Vater, der mich während dieser Reise begleitet hatte. Sie erklärten ihm genau, wie die Akademie funktioniert – dass es sich um ein Internat handelt, in dem man sowohl zur Schule geht als auch Fußball spielt.
Ich war sehr begeistert und hatte ein gutes Gefühl dabei. Für mich war es schon lange ein Traum, in Europa Fußball zu spielen. Am Ende bekam ich so etwas wie ein Teilstipendium, das mir ermöglichte, an der Akademie Fußball zu spielen und gleichzeitig dort zur Schule zu gehen.
Etwa vier Monate nach diesem Camp bin ich schließlich nach Deutschland gezogen. Alles ging sehr schnell, aber für mich war die Entscheidung eigentlich schon in dem Moment gefallen, als ich für das Camp in Deutschland angekommen bin – ich wusste sofort, dass ich hier sein möchte.“
„Was waren für Dich die größten Herausforderungen bei dem Wechsel nach Deutschland?„
„Für mich persönlich waren die größten Herausforderungen beim Umzug nach Deutschland vor allem das Essen, dass ich meine Eltern und Freunde nicht mehr jeden Tag sehen konnte und dass ich nicht mehr in der Art von Schule war, an die ich in den ersten zwölf Jahren meines Lebens gewöhnt war.
Eine weitere große Herausforderung war das Wetter. Ich kam nämlich im Winter nach Deutschland, und Dinge wie Schnee oder Minusgrade waren für meinen Körper und meinen Kopf komplett neu. Am Anfang war es natürlich aufregend, den Schnee zu sehen und alles zum ersten Mal zu erleben. Aber schon nach ein oder zwei Stunden wurde es zu einer echten Herausforderung, unter diesen Bedingungen zu trainieren.“
„Was sind die größten Unterschiede zu Deinem Leben in Südafrika?„
„Der größte Unterschied zwischen meinem Leben hier in Deutschland und meinem Leben in Südafrika ist für mich vor allem die Sicherheit. Einfach das Gefühl zu haben, sicher zu sein – egal zu welcher Tageszeit, egal wo man sich befindet und bis zu einem gewissen Grad auch unabhängig davon, wie alt man ist.
Ich erinnere mich noch an eine meiner ersten Erfahrungen in Deutschland, bei der mir bewusst wurde, wie sicher es hier ist. Mein Vater hat in den ersten drei Tagen sein Handy verloren, und kurze Zeit später wurde es tatsächlich einfach zur Akademie zurückgebracht. Das war für mich etwas, das ich so aus Südafrika nicht kannte.
In Südafrika ist die Kriminalitätsrate sehr hoch, und viele Orte können gefährlich sein. Deshalb war das Gefühl von Sicherheit für mich einer der größten Unterschiede.
Weitere große Unterschiede waren für mich auch das Essen, die Kultur und natürlich das Wetter. Es gab also viele Veränderungen und neue Erfahrungen, aber die Dinge, die für mich am meisten herausgestochen haben, waren die Sicherheit, das Essen, die Kultur und das Wetter.“
„Kannst Du dir vorstellen in einem weiterem Land zu spielen?„
„Ja, ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, auch in einem anderen Land zu spielen. Ein Land wie England war für mich schon immer ein Traum, dort irgendwann Fußball zu spielen. Aber persönlich könnte ich mir auch gut vorstellen, in Ländern wie Spanien oder Frankreich zu spielen.
Trotzdem würde ich sagen, dass England das Land ist, in dem ich schon immer spielen wollte. Deshalb ist das definitiv etwas, das ich mir für die Zukunft gut vorstellen kann.“
„Was würdest Du jungen Spielern raten, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen wollen?„
„Jungen Spielern aus anderen Ländern würde ich raten, sich Zeit zu geben, um sich an das Land zu gewöhnen. Es braucht einfach Zeit, bis man sich wirklich wohl fühlt. Deshalb würde ich ihnen sagen, dass sie stark bleiben und geduldig mit sich selbst und ihrem Körper sein sollen. Alles braucht seine Zeit, bis man sich an die neue Umgebung und den Alltag gewöhnt hat.
Außerdem würde ich ihnen raten, Deutsch sehr ernst zu nehmen und die Sprache so gut wie möglich zu lernen. Das hilft enorm dabei, sich schneller einzuleben. Es öffnet auch viele Türen, weil man die Kultur und die Menschen besser verstehen kann.
Generell würde ich sagen: Seid offen und aufgeschlossen gegenüber neuen Erfahrungen.
Auf dem Platz ist es natürlich noch einmal ein anderer Aspekt. Dort würde ich jungen Spielern raten, immer hart zu arbeiten und sich Zeit zu nehmen, das System zu verstehen. In Deutschland gibt es ein sehr besonderes System, vor allem in den Akademien und in der Entwicklung junger Spieler.
Deshalb ist es wichtig, auf die Trainer und auf die Menschen zu hören, die einem helfen wollen. Und am wichtigsten: Habt Spaß an dem, was ihr macht, und hört niemals auf, an euch selbst zu glauben.“