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Ein Blog, in dem wir uns mit Inhalten aus Gesundheit, Sport und Training beschäftigen möchten. Hierfür laden wir uns viele interessante Menschen aus Sport, Medizin und Wirtschaft ein.
Unser heutiger Gast ist Manuel Schäffler. Er war viele Jahre lang Profifußballer und erzählt uns heute, was Ihn während deiner Karriere ausgeglichen hat und welche Rolle dabei die Kunst spielt.
„Servus Manuel! Du hast neben deinem Beruf als Fußballspieler ein besonderes Hobby: das Malen. Wie kam es dazu?“
„Ich habe in meiner Kindheit immer viel gemalt und hatte großen Spaß daran, etwas zu kreieren. Richtig begonnen hat alles, als ich meine erste Wohnung eingerichtet habe und eine Galerie besucht habe. Als ich dort bei den Preisen rückwärts aus der Tür gefallen bin, dachte ich mir: Das kann ich doch selbst ausprobieren. Und so hat 2016 alles begonnen.“
„Was fasziniert Dich an der Kunst?“
„Mich fasziniert die Arbeit mit Farben, die ineinander übergehen und sich miteinander verbinden. Jedes Werk hat durch unterschiedliche Farbkombinationen und Techniken seine eigene Charakteristik. Jeder Mensch fühlt, sieht und denkt etwas anderes, wenn er ein Werk betrachtet. Diese kreative Vielfalt erfüllt mich.“
„Wie wichtig findest Du es, dass man zum Leistungssport einen Ausgleich hat?“
„Für mich war es immer etwas Besonderes, aus dem strukturierten Sportbusiness auszubrechen, ganz bei mir zu sein und etwas zu kreieren. Das hat mich im Sport noch ausgeglichener gemacht. Und damit zum besseren Fußballer.“
„Gibt es für Dich Parallelen zwischen dem Fußball und der Kunst?“
„Für mich war es aufgrund meiner Position immer etwas Schönes, Tore zu schießen und Chancen zu kreieren. Sowohl im Sport als auch in der Kunst ist man oft weit weg vom „einfach mal machen“, weil der Kopf dazwischenfunkt. Doch wenn man es einfach tut, wird man mit einem positiven Gefühl belohnt – und das kommt nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Bauch.
Im Sport bedeutet das zum Beispiel, einen Pass zu sehen und ihn ohne nachzudenken zu spielen – genau das macht viele Aktionen besonders und außergewöhnlich. Bei meiner Art der Kunst ist es genauso: Ich weiß am Anfang nicht, wo ich am Ende lande, und lasse mich allein von meinem Gefühl leiten.“
„Welchen Tipp kannst Du jungen Sportlern geben, damit sie mit dem großen Leistungsdruck besser umgehen können?“
„Findet heraus, wer ihr seid. Lernt eure Leistungsgrenzen kennen und versucht, diese immer weiter nach oben zu verschieben. Mehr Fähigkeiten bedeuten mehr Lösungen.Und sucht euch etwas, bei dem ihr den Kopf frei bekommt. Wer ausgeglichen ist, kann mit Leistungsdruck besser umgehen.“